logo/home-link
Ausstellungen :: JUBILÄUMSAUSSTELLUNG
F.M. GEYER - EGOGRAMME

ego-vorderseite-1.jpg

ego-rckseite.jpg

E G O G R A M M E


Im Zyklus „EGOGRAMME“ bearbeite ich nicht nur eigene Psychogramme sondern auch die anderer Personen. Ich reflektiere Seelenstimmungen, lasse mich berühren und mache diese sichtbar.
Ich versuche Gefühle, Emotionen darzustellen, diese wiederum mit Regeln und Ordnungsprinzipien zu vereinen.
So entstehen meine „EGOGRAMME“. Die horizontalen Linien symbolisieren das Ordnungsprinzip.

Die Emotion (v. lat.: ex „heraus“ und motio „Bewegung, Erregung“) ist ein psychophysiologischer Prozess, der durch die bewusste und/oder unbewusste Wahrnehmung und Interpretation eines Objekts oder einer Situation ausgelöst wird und mit physiologischen Veränderungen, spezifischen Kognitionen, subjektivem Gefühlserleben und einer Veränderung der Verhaltensbereitschaft einhergeht.
Emotionen treten beim Menschen und bei höheren Tieren auf.
Emotionen lassen sich grob in angenehme (euphorische) und unangenehme (dysphorische) Gefühle einteilen. Sie haben meist eine Qualität („Welche Art von Emotion?“) und eine Stärke („Wie intensiv ist die Emotion?“). Nach Izard (1994) existieren zehn unterschiedliche Gefühle, die auf der ganzen Welt und in jeder Kultur vorkommen: Interesse, Leid, Widerwillen (Aversion), Freude, Zorn, Überraschung, Scham, Furcht, Verachtung und Schuldgefühl.

Das Studium verschiedener Kulturen hat gezeigt, dass Gefühle nicht zwangsläufig identisch mit der gezeigten Emotion sind. Die resultierende Unterscheidung betont die „Innerlichkeit“ des Gefühls gegenüber dem beobachtbaren Ausdruck von Emotionen, der von kulturellen Faktoren beeinflusst wird.

Soziologie und Ethik
Aus soziologischer Sicht spricht man häufig von der Reproduktion von Regeln oder Normen, die dadurch, dass sie befolgt werden, immer weiterleben. Aus dieser Sichtweise gehören Regeln eng mit Menschen zusammen, die diese befolgen. Wer sich an Regeln hält, muss sich nicht rechtfertigen (oder bleibt im Rennen). In der Ethik ist noch der Sonderfall von Gesetzen bekannt, die als gültig dargestellt werden, ohne dass sie jemand aufstellen müsste. Das allgemeine Sittengesetz ist nach Kant beispielsweise a priori gültig für alle vernünftigen Wesen.

Ordnung und Chaos
Ordnungen spielen in unserem Leben eine große Rolle. Verstehen wir eine Ordnung nicht, so löst das Unverständnis bei vielen Menschen Angst und Unruhe aus. Wir können uns nicht mehr orientieren, es fehlt uns die Möglichkeit, uns den Verhältnissen anzupassen. Dies bedroht uns Menschen elementar. Ein Mensch ist darauf angewiesen, sich konform zu verhalten. Er orientiert sich an einer vorgegebenen Ordnung. Er passt sich an.

Nur durch konformes Verhalten konnten Menschen bisher stabile Gruppen aufbauen, eine Gesellschaft bilden. Mann kann deshalb vermuten, dass der Mensch eine Disposition zu konformen Verhalten hat, die sein Überleben sichert. Um sich konform verhalten zu können, braucht der Mensch eine Ordnung, Struktur.

Die Spannung zwischen Chaos und Ordnung ist Thema meiner Arbeit. Wie verändern sich Gefühle, wenn sie nachträglich einem Ordnungsprinzip unterworfen werden.
F.M. Geyer

 

egogramm-7.jpggeyer03.jpggeyer01.jpggeyer02.jpg

 
< vorheriger Inhalt   nächster Inhalt >